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  • Roy

Sapphire Nitro 7900XTX - Mehr Effizienz durch Overclocking und Undervolting?


Das die Sapphire Nitro+ 7900XTX eines der besten Custom-Modelle der aktuellen High-End-Modelle von AMD ist, hat sich ja mittlerweile in einigen Tests und durch Erfahrungsberichte von Nutzern dieses Modells bestätigt und trotzdem hat man das Gefühl, das hier vor allem beim Verbrauch der Karte eher mit der Brechstange als mit Feinabstimmung das letzte Quäntchen Leistung aus der Karte gepresst werden sollte. Nichts desto trotz ist es gerade dieser Umstand, der die Karte vielleicht auch für den ein oder anderen von uns Enthusiasten interessant erscheinen lässt, da hier noch deutlich Raum für Optimierung vorhanden zu sein scheint. Ob dies tatsächlich der Fall ist, klärt unser Test, der auch exemplarisch als kleiner Guide für Overclocking bei gleichzeitigem Undervolten der Karte herhalten kann und soll.







Schauen wir uns zunächst an mit was wir hier arbeiten. Die Radeon Software ist der Ausgangspunkt unserer Veränderungen.



Leider muss man hier festhalten, dass auch hier noch deutlich Luft nach oben ist. Der Treiber ist (noch) nicht auf der Höhe und die Software an sich ist auch, nun ja, nennen wir es verbesserungswürdig. Das fängt an bei Abstürzen des Treibers, die letztlich nur mit einem Neustart zu beheben sind, oder auch Schiebereglern (Min Frequenz), die keine wirkliche Auswirkung in den Benchmarks erkennen lassen. Aber auch ob ein oder zwei Monitore angeschlossen sind, hat erhebliche Auswirkungen auf die Performance.



Jedoch ein Schritt nach dem anderen. Zunächst habe ich angefangen mich an das Frequenz-Limit des GPU-Speicher heranzutasten. Als Testszenario wurde der Port Royal Benchmark genutzt, um die GPU in jeglicher Hinsicht vollständig auszulasten. Hierbei wird der Takt solange erhöht, bis Artefakte oder ein Absturz die Obergrenze des Speichers aufzeigen. Unser Limit lag bei meiner Karte bei 2776 MHz VRAM-Takt.


Eine Verringerung der GPU-Spannung wird als Undervolting bezeichnet. Diese Spannungsverringerung verleiht der Karte mehr Reserven um bei gleichem Verbrauch höhere Taktraten erreichen zu können.

Dies in Verbindung mit einer Steigerung des GPU-Taktes sollte zu einer Steigerung der Effizienz führen. Die hier ermittelten Ergebnisse wurden mit einer GPU-Spannung von 1000mV erreicht, die nach mehreren Testläufen als stabil herausgetestet wurde. Ebenso erwiesen sie sich als leistungsstärkste Kombination aus Spannung und Takt.



Das beste Ergebnis der GPU in Port Royal lag im Fall unseres Exemplares bei 3200 MHz GPU-Takt bei 1000mV GPU-Spannung. Dabei wurden 17552 Punkte bei 115 % Powerlimit erreicht. Dabei genehmigte sich die Karte aber auch genüsslich 465 Watt über die drei 8-Pin PCIe-Anschlüsse. Interessant wird das ganze aber, wenn wir unser OC/UV-Setting mal bei einem

90 %-Powerlimit betrachten.

Die hellgrünen Balken stehen hierbei für Stock-Settings der Karte, die dunkelgrünen für unser OC/UV-Setting.

Die Stock-Konfiguration ist also selbst bei 115%-Powerlimit langsamer, als unser OC/UV-Setting mit 90 %-PL. Wir sprechen hier immerhin von einem Unterschied bei der Leistungsaufnahme von 110 Watt! Das kann sich auf jeden Fall sehen lassen.

Setzt man jetzt also die Leistungsaufnahme mal in Relation zur erreichten Punktzahl, wird es deutlich, das viel nicht immer viel hilft. Vergleichen wir 90 % PL OC/UV-Setting mit 115 % PL und Stock-Setting sind wir 0,8 % leistungsfähiger bei 21,5% weniger Verbrauch. Selbst wenn wir die beiden OC/UV-Ergebnisse bei jeweils 90 % PL und 115 % PL vergleichen, erreichen wir gerade mal 3,9 % mehr Leistung, verpulvern dabei aber 21,5% mehr Strom.


Ihr seht, worauf ich hinaus will. Optimiert eure Settings. Es steckt viel ungenutztes Potential in den Karten.


Wenn ihr mehr Informationen zu meinem Vorgehen und weitere Benchmarks sehen wollt, kann ich euch nur das Video auf unserem Kanal empfehlen. Dieses ist oben verlinkt.


Viel Spaß beim Optimieren!!!




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